Ende des Auslandseinsatzes

18. Oktober 2013

Ein Blick in die Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn oder in den „Scotty“ der ÖBB enthüllt wenig erfreuliches:
Nach dem Ende des „München-Linz-Express“ zum Fahrplanwechsel 2012/13 endet nun im Dezember auch das noch verbliebene RE-Zugpaar, das morgens von Mühldorf nach Linz und abends wieder zurück fuhr. Die mit einem SOB-Triebwagen der Baureihe 628 erbrachte Leistung ist ab Dezember Geschichte.

Dies kommt völlig überraschend, nachdem in österreichischen Medien noch im Mai vier zwischen Mühldorf und Linz durchgehende Zugpaare angekündigt worden waren. Hintergrund ist die Einführung des „Innviertel-Taktes“ zum Fahrplanwechsel. Ab Dezember verkehren dann stündlich Züge von Simbach über Braunau Richtung Linz, die zum Teil mit DB-Zügen umsteigefrei verknüpft werden sollten. Immerhin: In Simbach bestehen ab Dezember schnelle stündliche Umsteigeverbindungen.

Ausschreibung schlägt hohe Wellen

15. Oktober 2013

Große Resonanz hat die Veröffentlichung der Ausschreibung des „Liniensterns Mühldorf“ in der Presse und im Internet hervorgerufen. Besonders die Tatsache, dass das Verfahren passgenau auf die Südostbayernbahn zugeschnitten wurde, hat zu allerlei Kritik geführt. Im Mittelpunkt stehen die Befürchtungen, dass auch weiterhin veraltetes Wagenmaterial und Triebfahrzeug ohne Klimaanlage und „mit Toiletten aus der Zeit des kalten Krieges“ eingesetzt werden dürfen.
Die erhoffte Qualitätssteigerung über die Durchführung eines Wettbewerbsverfahrens bleibt zumindest vorerst aus. Ob die, zugegebenermaßen zuverlässigen modernisierten „Silberlinge“ und die Triebwagen der Baureihe 628 noch den heutigen Maßstäben entsprechen, bleibt dahingestellt. Auffällig ist jedoch schon, dass bei den meisten bisherigen Ausschreibungen stets Wert auf neues Zugmaterial gelegt wurde. Das ist natürlich Wasser auf die Mühlen derjenigen, die die Region Südostbayern grundsätzlich als von der Staatsregierung benachteiligt ansehen.

BEG schreibt Linienstern Mühldorf aus – alles beim alten?

11. Oktober 2013

Wie bereits seit längerem bekannt, soll der Betrieb auf dem Netz der Südostbayernbahn, der sogenannte „Linienstern Mühldorf“, in einem Ausschreibungsverfahren neu vergeben werden. Heute wurde das Verfahren im Amtsblatt der Europäischen Union ausgeschrieben.
Für viele überraschend, wird sich jedoch vorerst wohl überhaupt nichts an den bisherigen Gegebenheiten ändern. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft beabsichtigt laut Bekanntmachung, den Betrieb auch weiterhin für 5 oder 10 Jahre an die Südostbayernbahn zu übertragen. Als Hintergrund dazu wird genannt, dass in den nächsten Jahren mit Bautätigkeiten (Ausbau der Strecke München-Freilassing) zu rechnen sei und viele Bahnhöfe für den Einsatz moderner Niederflurfahrzeuge noch nicht ertüchtigt seien.
Somit sind auch in den nächsten Jahren die Dieseltriebwagen der Baureihe 628 zugelassen. Der Hinweis, dass in einigen Fällen auch auf klimatisierte Wagen verzichtet werden darf, lässt vermuten, dass das Ende der modernisierten „Silberlinge“ wohl ebenfalls noch nicht gekommen ist. Darüberhinaus sind Taktverdichtungen nur im Rahmen des finanziell Machbaren angedacht. Einen großen Wurf für den Fahrgast wird es also nicht geben.
Die Bekanntmachung ist hier zu finden.