Neuötting

Der Bahnhof Neuötting präsentiert sich heute in einem traurigen Zustand. Vom Glanz der kurzzeitigen Endstation der Bahnlinie ist nichts mehr zu spüren.

Das Empfangsgebäude wirkt immer noch imposant. Die Zugänge sind mit Platten versperrt, die Fensterscheiben sind eingeworfen.

Was sich wie die Überreste einer mittelalterlichen Stadtmauer präsentiert, ist die zugewachsene Westseite des Bahnhofsgebäudes.

Der Bahnhofsvorplatz zeigt sich in einem gepflegten Zustand.

Durch den Baunzaun gelingt ein Blick auf den ehemaligen überdachten Hausbahnsteig. Heute liegen die Kellergewölbe darunter frei. Ziegelsteine aus dem 20. Jahrhundert zeugen von Versuchen, Umbaumaßnahmen vorzunehmen.

Ein ehemaliger Seitenzugang zum Bahnsteig.

Nüchtern und zweckmäßig präsentiert sich die Verkehrsstation heute. Immerhin sind Unterstellmöglichkeiten und Sitzplätze vorhanden. Einige Fahrradstellplätze ergänzen die Anlage. Das nach links abzweigende Anschlussgleis ist nicht mehr befahrbar.

Die nächsten Bahnhöfe: In westlicher Richtung liegt Töging, Richtung Osten geht es nach Marktl.

Die Firma gegenüber des Bahnhofes war noch in den 1990er Jahren guter Kunde der Bahn. Eine Rangierlok fuhr meist von Mühldorf nach Töging, stellte dort die Wagen für die Industrie der Innstadt ab und tuckerte weiter nach Neuötting zur Versorgung der dort ansässigen Betriebe. Heute ist das Anschlussgleis stillgelegt.

Bei noch vorhandenen Weichen sind die Weichenzungen fest verschraubt.

Gütergleise enden im Grünen.

Wo heute eine Straße an den Bahnsteig führt, lagen früher Gleise für Personenzüge.

In Neuötting kann zur Buslinie Altötting-Eggenfelden umgestiegen werden. Die RVO-Busse halten direkt am Bahnsteig und garantieren kurze Umsteige-Wege.

Zumindest die Anzahl der Züge hat sich seit den Glanzzeiten des Bahnhofes deutlich erhöht. Die soeben eingefahrene Regionalbahn 27124 bringt die Fahrgäste zum Münchner Ostbahnhof.

Aus München ist soeben der Regionalexpress 27003 eingelaufen. Nach kurzem Halt geht es weiter in Richtung Simbach.