Ein Privater auf der Strecke

8. Oktober 2007

Zweimal pro Woche verkehrt das private Unternehmen „LTE“ aus Österreich mit ihren 2016 „Hercules“ auf der Strecke Mühldorf-Simbach. Die Züge befördern Petrolkoks zwischen Burghausen und dem slowakischen Ziar nad Hronom. Nach wenigen Jahren wurden die Leistungen auf eine andere Strecke verlegt. Inzwischen fahren die „Petrolkokser“ über Freilassing-Salzburg.

Die 2016 der LTE überquert gerade die A 94 bei Töging in Richtung Slowakei.

Mühldorf bei Nacht

22. September 2007

An den Oktoberfest-Wochenenden herrscht bei der Bahn Ausnahmezustand. Züge werden verstärkt oder Triebwagen-Leistungen in lokbespannte Züge umgewandelt. Am Mühldorfer Bahnhof stehen zwei Doppelstock-Einheiten bereit, um wieder nach München zurückzufahren. Etliche VT 628 schwärmen bald darauf in alle Richtungen des Liniensterns Mühldorf aus.

Ein Österreicher verirrt sich auf die Strecke

22. September 2007

Vor Einführung des durchgehenden RE-Paares München-Linz über Simbach verkehrte einige Jahre an den Oktoberfest-Wochenenden ein Zugpaar der ÖBB, das aus einer Lok der Baureihe 2016 und „CityShuttle“-Wagen gebildet wurde.
Der Zug aus Linz hat an einem nebligen Samstag-Morgen Töging erreicht und muss eine Zugkreuzung zur Weiterfahrt nach München abwarten.

Zum Geburtsort des Papstes

12. September 2007

Eine Sonderfahrt nach Marktl, dem Geburtsort von Papst Benedikt XVI., absolvierte 70 083. Bei der Überquerung der A 94 demonstrierte die alte Dame den Fahrzeugen auf der Autobahn, was gemütliches Reisen bedeutet.

Sommerliche Pendlerfahrt

24. August 2007

Paradezug der Strecke ist der Regionalexpress 27000/27001, der Simbach direkt mit München verbindet. Unter den Pendlern auch als „Isar-Sprinter“ bekannt, absolviert der Zug die Fahrt nach München in Rekordzeit und ist deshalb bei Berufsreisenden entsprechend beliebt. Zwischen Mühldorf und München ist er dabei nonstop unterwegs.
Das Zugpaar existiert schon seit Jahrzehnten und hat dabei wechselnde Zusammenstellungen erlebt. Vom reinen „Silberling“-Zug, dem in Mühldorf noch ein paar Wagen beigestellt wurden, über einen gemischten Doppelstock-/Silberling-Zug bis zur heutigen reinen Dosto-Einheit war alles dabei.

Zwei Loks der Baureihe 218 beschleunigen den RE 27001 mit seinen sieben Waggons aus dem Bahnhof Töging heraus nach Simbach.

Dschungelfahrt

18. Juni 2007

Arg von der Vegetation verwöhnt präsentierte sich die Töginger Industriebahn. Ohne Gleise hätte der Lokführer der 294 Mühe gehabt, an manchen Stellen den Weg zu finden. Kurz darauf wurde die Gleistrasse im Bereich des Industrieparks ordentlich „entgrünt“.

Es dampft

19. Mai 2007

Vermutlich zum ersten Mal kam die restaurierte 70 083 an diesem Tag auf die Simbacher Strecke. Die Lokomotive stand jahrzehntelang als Denkmal in der Nähe des Mühldorfer Bahnhofs und erinnerte an das Dampflok-Paradies Mühldorf.
Die Lok wurde schließlich im Dampflokwerk Meiningen liebevoll restauriert und wieder fahrtüchtig gemacht. Der Sonderzug DPE 91000 macht gerade einen Kreuzungs-Aufenthalt im Bahnhof Töging, um anschließend nach Simbach weiterzufahren.

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Kessel Richtung Osten

3. April 2007

Ein „Russe“ Richtung Osten: 233 462 hat als abendliche Güterzugleistung 47855 eine Reihe von Kesselwagen am Haken. Der Zug kommt aus Burghausen und macht sich über Simbach auf nach Österreich. Im Grenzbahnhof werden die Österreichischen Bundesbahnen den Zug übernehmen.

Rangieren im Industriepark

27. Februar 2007

Der Töginger Industriepark wird seit 90 Jahren durch eine Industriebahn erschlossen, die östlich des Bahnhofs Töging von der Strecke Mühldorf-Simbach abzweigt und in einer langen 180-Grad-Kurve ins Inntal hinunter führt. Bis in die 1990er-Jahre befand sich dort ein großes Werk der „Vereinigten Aluminium Werke (VAW)„. Es wurde durch Bauxit-Ganzzüge versorgt und auch etliche Übergaben fanden statt. Im Werk selbst sorgte eine eigene Rangierlok für den Verschub.

Nach Schließung des Werkes siedelten sich schnell Nachfolgefirmen an. Heute sind alle Gebäude im „Industriepark Inntal“ wieder durch produzierende Betriebe belegt. Durch die Bahn wird aber nur noch „Aleris Recycling“ bedient.

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Test für den München-Linz-Express

1. April 2006

Ein erster Test für eine geplante durchgehende Verbindung von München nach Linz über Simbach erfolgte im Jahr 2006. Eine 2016 der ÖBB zog eine achtteilige n-Wagen-Garnitur (inklusive eines Aimz) von Simbach nach München und zurück. Die Fahrt erfolgte ohne Reisende. Der Test verlief zufriedenstellend, dennoch wurde das Projekt wieder auf Eis gelegt. Im Jahr 2008 erfolgte dann der Startschuss. Seither verbindet eine 2016 München und Linz, jedoch ohne n-Wagen. Es kommen Fernverkehrswagen der ÖBB zum Einsatz.

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„Posten 1, Eckl mit Hund“

Um 1970

ecklDie „Chronik des Bahnhofes Töging (Inn)“ von Josef Steinbichler enthüllt auch so manche interessante Geschichte rund um die Eisenbahner entlang der Bahnstrecke Mühldorf-Simbach.
21 Jahre lang auf „Posten 1“ des Bahnhofes Töging (heutiger Bahnübergang Erhartinger Straße) beschäftigt war Johann Eckl (von 1956 bis 1977). Sein besonderes Markenzeichen: Ein Hund. Ohne diesen war Eckl nicht vorstellbar. So meldete er sich stets bei Dienstbeginn beim Fahrdienstleiter:
„Posten 1, Eckl mit Hund“.

Berüchtigt: Die „Garbe-Kurvn“

Um 1960

-1000-Steinbichler17In der Töginger und Winhöringer Bevölkerung war der inzwischen aufgelassene Bahnübergang „Schmidstock“, wo die Kreisstraße AÖ 1 die Bahnlinie s-förmig kreuzte, nur als die „Garbe-Kurvn“ bekannt. Woher diese Bezeichnung jedoch kommt, daran können sich heute nur noch die Wenigsten erinnern.
Die Sicherung des Bahnübergangs erfolgte bis zur Automatisierung im Jahr 1964 durch den Schrankenwärter-Posten 31. Knapp 20 Jahre wohnte Ernst Garbe mit seiner Familie im Posten Schmidstock und versah dort den Dienst. Schnell bürgerte sich der Name „Garbe-Kurve“ ein.
Berüchtigt wurde der Bahnübergang Schmidstock nach Auflösung des Wärterpostens. Immer wieder kam es zu Unfällen, die teils tödlich endeten. Mal war es Unaufmerksamkeit der Autofahrer, mal die tiefstehende Sonne, die die Unfälle verursachten.
Wegen der am Bahnübergang Schmidstock zu beobachtenden Unfallhäufung wurden ab Ende 1997 Andreaskreuze mit einer zusätzlichen gelben Kontrastfläche aufgestellt. Diese spezielle Form der Sicherung eines Bahnüberganges wurde bundesweit erstmalig in Schmidstock erprobt und wissenschaftlich begleitet.
Im Zuges des Baus des Teilstückes Ampfing-Winhöring der Autobahn A 94 (Fertigstellung im Jahr 2006) wurde der Bahnübergang Schmidstock schließlich aufgelöst. Die Kreisstraße AÖ 1 wurde komplett nördlich der Bahnstrecke Mühldorf-Simbach verlegt, wodurch sich der Bahnübergang erübrigte.
Heute ist vom ehemaligen Übergang nichts mehr zu erkennen. Er lag genau an der Stelle, an der die Bahnstrecke Mühldorf-Simbach jetzt die Autobahn kreuzt.

Schmidstock1Schmidstock2Heute ist vom Bahnübergang Schmidstock nichts mehr zu erkennen, der an genau dieser Stelle lag.