Intercity nach München

14. Juni 2014

-1000-140614_Mühldorf Ein nicht alltägliches Gespann macht sich jeden Samstag Abend vom Bahnhof Mühldorf aus auf den Weg nach München. Hinter der unscheinbaren Zugnummer RB 27078 verbirgt sich eine außergewöhnliche Wagengarnitur.
Der Grund: Die Wagen kommen am selben Tag als IC 1987 “Rottaler Land” (ab Passau als RE 27004) von Hamburg Altona in der Innstadt an und werden um 21.46 Uhr als Regionalbahn nach München gebracht. Der “Rottaler Land” ist einer der wenigen noch verbliebenen Intercity-Züge außerhalb des IC-Taktfahrplanes und dient der Anreise von Kurgästen in das Rottaler Bäderdreieck. Ab Mitte Dezember 2014 ist damit jedoch endgültig Schluss, denn DB Fernverkehr wird die Verbindung streichen.

Bekannt ist der “Rottaler Land” aber auch wegen seiner Zusammenstellung. Einige Wagen des Zuges haben inzwischen Seltenheitswert in den Intercitys der Deutschen Bahn:

-1000-D-DB 51 80 84-95 057-6_140614_Mühldorf_RB27078An der Spitze des Zuges läuft ein ehemaliger Interregio-Wagen der Bauart “Bimdz”, der in Standard-IC´s nur selten zu finden ist.

 

 

 

-1000-D-DB 61 80 20-91 344-7_140614_Mühldorf_RB27078Dahinter findet sich ein Großraumwagen der Bauart “Bpmz”. Der Wagen ist soweit nicht ungewöhnlich und läuft in nahezu allen DB-Intercitys.

 

 

 

-1000-D-DB 61 80 84-90 901-8_140614_Mühldorf_RB27078Etwas ganz besonderes ist der dritte Wagen des Zuges: Ein Abteilwagen 2. Klasse der Bauart “Bvmkz”. Reine Abteilwagen sind ohnehin sehr selten. Von diesem Fahrzeug gibt es nur noch 3 Exemplare. Früheres Einsatzgebiet war der bekannte, bunt bemalte “DB-Touristikzug”.

 

-1000-D-DB 61 80 19-95 254-7_140614_Mühldorf_RB27078Das Ende bildet ein Abteilwagen 1. Klasse, ein “Avmz”,

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Diesel statt Dampf

14. Juni 2014

-1000-92 80 1212 284-4 D-BYB_140614_Mühldorf_SDZ25678Zur Enttäuschung vieler Eisenbahn-Fans wurde ein Sonderzug der Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (ÖGEG) statt mit dem angekündigten Dampfross lediglich mit einer Diesellok der Bayernbahn bespannt. Der Zug verkehrte morgens über die Simbacher Strecke nach Grein-Bad Kreuzen an der Donau und Abends ab Melk über Simbach-Mühldorf zurück nach Augsburg.

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Über Simbach nach Wien…

10. Juni 2014

Wien01…geht das? Ein “Selbstversuch” zeigt: Natürlich, und zwar besser als gedacht.

Von Töging aus sollte eine Fahrt mit der Familie in die Donaustadt erfolgen. Die Fahrplanauskunft der DB bringt die schnellste Verbindung ans Tageslicht: Über Simbach.

 

Die Grenzstadt am Inn war zu Beginn des Eisenbahnzeitalters Durchgangsbahnhof der Züge von München nach Österreich. Der legendäre Orient-Express befuhr die Strecke von 1883 bis 1897. Allmählich verlor die Eisenbahnverbindung jedoch an Bedeutung und musste den Fernverkehr an die längere Strecke über Salzburg abgeben. Seither fristet der Grenzbahnhof ein eher unbedeutendes Dasein. Durchgehenden Personenverkehr gibt es momentan nicht.
Allerdings haben die Österreichischen Bundesbahnen den Verkehr zwischen Simbach und Linz im Dezember 2013 erheblich ausgeweitet.

Wien02Aktuell verbinden täglich vier Zugpaare die Innstadt Simbach mit der oberösterreichischen Stadt an der Donau. Diese Verbindungen bewältigen die modernen “Desiro”-Triebzüge der Baureihe 5022.

 

 

Wien03Die klimatisierten Fahrzeuge bieten einen hohen Fahrkomfort und vorbildliche Information für die Fahrgäste. Bildschirme zeigen die Route in Echtzeit, informieren minutengenau über Verspätungen und zeigen die Anschlussverbindungen in den nächsten Bahnhöfen.

 

Einziger Wehrmutstropfen dieser Fahrt: Unser Zug erreichte Linz mit sechsminütiger Verspätung. Bei einer Umsteigezeit von 5 Minuten zum Railjet nach Wien eigentlich kein Problem, möchte man denken. Allerdings nehmen es die ÖBB mit den Abfahrten ihrer Starzüge offensichtlich sehr genau. Beim Halt des Zuges aus Simbach setzte sich der Zug nach Wien in Bewegung…
Die “Westbahn” weist jedoch sehr dichten Fernverkehr auf, so dass der nächste Zug nicht lange auf sich warten ließ.

Wien04Wien05

 

 

 

 

 

 

 

3 Stunden und 55 Minuten nach dem Einstieg in Töging wird fahrplanmäßig der Westbahnhof in Wien erreicht. Eine Skulptur von Kaiserin Elisabeth erinnert an das Ende der “Kaiserin-Elisabeth-Westbahn”. “Sissi” selbst hat nachgewiesenermaßen die Strecke über Simbach/Braunau mehrfach für Fahrten von und nach Bayern benutzt.

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Erste Lok eingetroffen

13. April 2014

245 002 und 245 003Als erste von acht neuen Diesellokomotiven ist die “245 008″ bei der Südostbayernbahn in Mühldorf eingetroffen. Die Lok präsentiert sich momentan noch recht lichtscheu und versteckt sich in den Hallen des Betriebswerkes. Es ist damit zu rechnen, dass demnächst Abnahme- und Schulungsfahrten beginnen.

 

Archivbild

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Ende nach 90 Jahren? Aus für die Industriebahn Töging möglich

14. Februar 2014

140214_Industriegleis_02Mehr als ungewiss scheint die Zukunft der Industriebahn Töging. Sie versorgte bis in die 1990er Jahre das Werk der Vereinigten Aluminiumwerke in Töging. Nach dem Ende des Werkes bedienten sich noch einige Nachfolgefirmen der Eisenbahn. So wurden Wagen anfangs für einen Recycling-Betrieb zugestellt, später nur noch für den VAW-Nachfolger Aleris.

Seit einigen Wochen steht nun unübersehbar ein Sh 2-Schutzsignal am Beginn der Trasse östlich des Bahnhofes Töging. Offensichtlich hat sich auch der letzte Kunde im “Industriepark Inntal” entschlossen, sich derzeit nicht durch die Bahn beliefern zu lassen.
Verwirrend ist allerdings, dass der Online-Güterzugfahrplan von DB-Schenker weiterhin eine Bedienung des Bahnhofes Töging zweimal wöchentlich ausweist.

140214_Industriegleis_03Ein weiteres schlechtes Zeichen ist die Entfernung eines der beiden Bahnübergänge in der Söderbergstraße. Über diesen Übergang wurde die nördliche Gleisgruppe der Firma Aleris, bestehend aus einem dreigleisigen Bereich mit Weichenverbindungen, angesteuert. In den letzten Jahren diente diese Gleisgruppe vor allem dem Umfahren des Güterzuges durch die Lok. Nachdem die Gleisgruppe vor 140214_Industriegleis_05einigen Jahren im Aleris-Werk selbst verkürzt worden war, ist sie nun gänzlich vom Industriegleis abgeschnitten.

 

 

 

140214_Industriegleis_04Verblieben ist im Bereich des Industrieparks lediglich das südliche Werksgleis, das aber offensichtlich derzeit nicht genutzt wird.

 

 

 

Besondere Brisanz erhält das Thema derzeit durch den laufenden Kommunalwahlkampf. Sowohl die SPD-Fraktion im Töginger Stadtrat als auch die Freien Wähler möchten die Trasse des Industriegleises gerne als sogenannte “Industriestraße” ausbauen, um LKW´s eine direkte Verbindung von der Autobahn A 94 zum Industriepark zu ermöglichen. Sollte eine weitere Nutzung des Industriegleises fraglich sein, erhielten diese Pläne weiteren Aufwind.
Der Kandidat der SPD für das Bürgermeisteramt, Werner Noske, hat sich dafür ausgesprochen, Bahn und Gleis nebeneinander ins Inntal zu führen. Wie das baulich möglich sein soll, wurde jedoch nicht näher erläutert.
Alexander Wittmann, Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler, betrachtet das Gleis als gänzlich überflüssig und möchte die Straße direkt auf der Gleistrasse errichten.
Lediglich der Kandidat der CSU, Dr. Tobias Windhorst, plädiert dafür, die Gleistrasse zu erhalten. Er argumentiert, es können nicht sein, Infrastruktur zu zerstören und andererseits zu verlangen, möglichst viele Güter auf die Schiene zu verlagern.

Ins Spiel gebracht wurde aktuell auch ein Betrieb, der nach dem Wegzug der Landmaschinen-Firma “Fliegl” Interesse an deren Werkshallen zeige. Angeblich sei jedoch eine Grundvoraussetzung für die Ansiedlung ein funktionierender Gleisanschluss. Dazu müsste jedoch wohl erst einmal eine kurze Verbindung vom südlichen Ladegleis in den Bereich der ehemaligen Firma Fliegl gebaut werden.

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Schwertransport

6. Februar 2014

-1000-92 80 1266 443-1 D-DB_140206_TögingIm letzten Winter-Sonnenlicht hat sich ein Trafotransport vom Bahnhof Simbach auf den Weg nach Nürnberg gemacht. Endgültiges Ziel der Fracht ist ein paar Tage später der Bahnhof Ludersheim bei Altdorf. Ein Tragschnabelwagen der Bauart Uaai 687 hatte den Koloss geladen, als er mit 45 km/h an Töging vorbeizog.

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Aus Sicht des Künstlers

Um 1952

Einen interessanten Blick auf den Bahnhof Töging um das Jahr 1952 liefert der einheimische Künstler Fritz Schubert (1901-1969).
Schubert malte den Bahnhof Töging in östlicher Sicht. Heute noch erhalten ist das 1924 gebaute “neue” Bahnhofsgebäude. Der daneben liegende “alte Bahnhof” wurde im Jahr 1964 abgerissen. Auch die Telegraphenmasten und die mechanischen Seilzüge für Weichen und Signale sind längst Geschichte. Im Hintergrund ist vermutlich das Stellwerk des Bahnhofs zu sehen, das ebenfalls bereits vor vielen Jahrzehnten abgerissen wurde.

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Fahrplanwechsel

15. Dezember 2013

Bis Ried im Innkreis werden es die Triebwagen der Südostbayernbahn künftig nicht mehr schaffen, denn seit heute gilt der Jahresfahrplan 2014.
Für die Bahnstrecke Mühldorf-Simbach ändert sich im Grundtakt nur wenig. Schaut man etwas genauer auf den Fahrplan, fallen dennoch einige Verschlechterungen auf.
Geschichte ist seit heute der grenzüberschreitende Verkehr zwischen Oberösterreich und Bayern. Das letzte verbliebene Zugpaar zwischen Mühldorf und Linz wurde gestrichen und es muss in Simbach umgestiegen werden. Auch die umsteigefreien Züge von und nach München wurden reduziert. So entfallen die Durchbindung von Simbach nach München Ost am Nachmittag sowie die beiden nachmittäglichen und abendlichen Züge vom Ostbahnhof, die ebenfalls durch Umsteigeverbindungen ersetzt werden.
Neu ist auch, dass die letzte abendliche Regionalbahn von Simbach nach Mühldorf nun etwa 30 Minuten eher verkehrt.
Positiv sind die deutlich verbesserten Umsteigeverbindungen Richtung Österreich hervorzuheben. Ab Simbach kann jetzt beinahe stündlich Richtung Österreich gefahren werden. Dabei setzen die ÖBB zum Teil auch moderne Niederflurfahrzeuge vom Typ “Desiro” ein.
Die stark frequentierte Regionalbahn 27125, die Mühldorf um 17.37 Uhr verlässt, wird jetzt Montags bis Freitags endlich wieder mit zwei Triebwagen gefahren.

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Ein Monstrum auf Schienen

19. November 2013

Ein besonderer Schwertransport erreichte in der Nacht vom 18. auf den 19. November den Bahnhof Simbach. Der in Bonn gestartete Transport eines Transformators wurde auf einem Tragschnabelwagen der Bauart Uaai 838 in die Innstadt geliefert. Der Transport war mehrere Tage unterwegs, da er lediglich mit 40 km/h oder langsamer gefahren werden durfte. Auch die letzte Etappe zwischen Mühldorf und Simbach bewältigte der Zug nach Betriebsschluss, da ein Einfügen in den regulären Verkehr nicht möglich gewesen wäre. Komplettiert wurde diese besondere Leistung durch einen Gerätewagen und einen Lü-Begleitwagen.

Bild: Tobias Meyer, Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung

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Gibt es Ersatz für die Baureihe 628?

14. November 2013

Geht es nach einem Artikel der tz, versucht die Südostbayernbahn zumindest für teilweisen Ersatz der Triebwagen der Baureihe 628 zu sorgen. Diese Fahrzeuge stehen immer wieder in der Kritik, weil sie nicht klimatisiert sind, keinen niederflurigen Einstieg besitzen und dazu als spurtschwach gelten.
Die tz berichtet, dass  SOB-Chef “Christoph Kraller [sich] um die Beschaffung von Triebwagen der Baureihe VT 642″ bemühe, “die im Raum Köln frei werden”.
Diese Aussage ist etwas unklar, vor allem deshalb, weil im Dieselnetz Köln demnächst Züge der Baureihe 644 frei werden. Diese Züge unterscheiden sich grundlegend von der zitierten Baureihe und gelten in Eisenbahnerkreisen als sehr störanfällig.

Aus Sicht der Fahrgäste wäre die Beschaffung der dreiteiligen Baureihe 644 dennoch vorzuziehen. Damit könnten einige zur Zeit stark belastete Verbindungen mit längeren Zügen bedient werden.

Bild: Veröffentlicht von Rolf Heinrich auf wikimedia.org unter einer creative commons-Lizenz

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Ende des Auslandseinsatzes

18. Oktober 2013

Ein Blick in die Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn oder in den “Scotty” der ÖBB enthüllt wenig erfreuliches:
Nach dem Ende des “München-Linz-Express” zum Fahrplanwechsel 2012/13 endet nun im Dezember auch das noch verbliebene RE-Zugpaar, das morgens von Mühldorf nach Linz und abends wieder zurück fuhr. Die mit einem SOB-Triebwagen der Baureihe 628 erbrachte Leistung ist ab Dezember Geschichte.

Dies kommt völlig überraschend, nachdem in österreichischen Medien noch im Mai vier zwischen Mühldorf und Linz durchgehende Zugpaare angekündigt worden waren. Hintergrund ist die Einführung des “Innviertel-Taktes” zum Fahrplanwechsel. Ab Dezember verkehren dann stündlich Züge von Simbach über Braunau Richtung Linz, die zum Teil mit DB-Zügen umsteigefrei verknüpft werden sollten. Immerhin: In Simbach bestehen ab Dezember schnelle stündliche Umsteigeverbindungen.

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Ausschreibung schlägt hohe Wellen

15. Oktober 2013

Große Resonanz hat die Veröffentlichung der Ausschreibung des “Liniensterns Mühldorf” in der Presse und im Internet hervorgerufen. Besonders die Tatsache, dass das Verfahren passgenau auf die Südostbayernbahn zugeschnitten wurde, hat zu allerlei Kritik geführt. Im Mittelpunkt stehen die Befürchtungen, dass auch weiterhin veraltetes Wagenmaterial und Triebfahrzeug ohne Klimaanlage und “mit Toiletten aus der Zeit des kalten Krieges” eingesetzt werden dürfen.
Die erhoffte Qualitätssteigerung über die Durchführung eines Wettbewerbsverfahrens bleibt zumindest vorerst aus. Ob die, zugegebenermaßen zuverlässigen modernisierten “Silberlinge” und die Triebwagen der Baureihe 628 noch den heutigen Maßstäben entsprechen, bleibt dahingestellt. Auffällig ist jedoch schon, dass bei den meisten bisherigen Ausschreibungen stets Wert auf neues Zugmaterial gelegt wurde. Das ist natürlich Wasser auf die Mühlen derjenigen, die die Region Südostbayern grundsätzlich als von der Staatsregierung benachteiligt ansehen.

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BEG schreibt Linienstern Mühldorf aus – alles beim alten?

11. Oktober 2013

Wie bereits seit längerem bekannt, soll der Betrieb auf dem Netz der Südostbayernbahn, der sogenannte “Linienstern Mühldorf”, in einem Ausschreibungsverfahren neu vergeben werden. Heute wurde das Verfahren im Amtsblatt der Europäischen Union ausgeschrieben.
Für viele überraschend, wird sich jedoch vorerst wohl überhaupt nichts an den bisherigen Gegebenheiten ändern. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft beabsichtigt laut Bekanntmachung, den Betrieb auch weiterhin für 5 oder 10 Jahre an die Südostbayernbahn zu übertragen. Als Hintergrund dazu wird genannt, dass in den nächsten Jahren mit Bautätigkeiten (Ausbau der Strecke München-Freilassing) zu rechnen sei und viele Bahnhöfe für den Einsatz moderner Niederflurfahrzeuge noch nicht ertüchtigt seien.
Somit sind auch in den nächsten Jahren die Dieseltriebwagen der Baureihe 628 zugelassen. Der Hinweis, dass in einigen Fällen auch auf klimatisierte Wagen verzichtet werden darf, lässt vermuten, dass das Ende der modernisierten “Silberlinge” wohl ebenfalls noch nicht gekommen ist. Darüberhinaus sind Taktverdichtungen nur im Rahmen des finanziell Machbaren angedacht. Einen großen Wurf für den Fahrgast wird es also nicht geben.
Die Bekanntmachung ist hier zu finden.

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Wieder Oktoberfest-Express

21. September bis 6. Oktober 2013

An den Oktoberfest-Wochenenden und am 3. Oktober ist wieder ein durchgehender “Lederhosen-Express” zwischen Simbach und München mit Doppelstockwagen im Einsatz. Der Zug startet in Simbach um 9.00 Uhr und kommt 10.55 Uhr in München Hbf an. Die Rückfahrt erfolgt am Hauptbahnhof um 20.28 Uhr. Der Zug erreicht Simbach wieder um 22.17 Uhr.
(Archivbild)

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Ende eines Ausflugs

Sommer 1956

Das Ende eines Ausflugs-Tages im Jahr 1956. Soeben sind ein paar Faltboot-Fahrer von einer Tour zurück am Bahnhof Töging angekommen. Der freundliche Schaffner ist beim Ausladen aus dem Packwagen der Bauart Pw3 behilflich, an der Spitze des Zuges schnauft eine Dampflok der Baureihe 64. Der nach Mühldorf weiterfahrende Zug besteht darüber hinaus aus älteren Abteilwagen 3. Klasse mit Holzbänken.

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Ein kurzlebiger Einzelgänger

4. November 1953

Der zur damaligen Zeit hochmoderne Aluminium-Gliederzug VT10 551 läuft auf Gleis 1 des Bahnhofes Töging ein, um kurz darauf über das Werksgleis zu den Vereinigten Aluminium Werken (VAW) ins Inntal hinunter zu fahren. An Bord sind Wirtschaftsvertreter und Angehörige der VAW-Hauptverwaltung, die das Werk Töging besichtigen wollen.

Der Diesel-Triebzug wurde im Jahr 1953 für die Deutsche Schlafwagen- und Speisewagengesellschaft, sein Pendant VT10 501 für die Deutsche Bundesbahn gebaut. Der Zug 501 verkehrte im Tagesverkehr, der abgebildete Zug 551 war als Nachtzug konzipiert. Bereits im Jahr 1956 kam das Ende für VT 10 501. Der Schlafwagenzug hielt noch bis 1958 durch. Trotz diverser technischer Probleme waren die beiden Züge wegweisend für die Entwicklung der legendären TEE-Triebwagen der Baureihe VT11.

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Über den Kanal

21. August 2013

Gleich hinter Mühldorf überquert die Bahnstrecke Mühldorf-Simbach den Innwerkkanal, kurz Innkanal genannt. Das 23 km lange künstliche Gewässer zweigt bei Jettenbach vom Inn ab und versorgt 20 km weiter das Kanalkraftwerk Töging, um nach weiteren drei Kilometern wieder in den Inn zu fließen. Das Kanalkraftwerk Töging wurde in den 1920er Jahren angelegt, um für die Töginger Aluminiumhütte Strom zu erzeugen.
Die Bahn überquert den Innkanal auf einer Stahlbrücke. Die nördliche Brückenseite kann auch von Fußgängern und Radfahrern mitbenutzt werden, für die ein außen liegender Steg vorhanden ist. Rumpelt zur gleichen Zeit ein schwerer Personen- oder Güterzug über die Brücke, ist dies ein beeindruckendes Erlebnis.

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Auf den Spuren des Orientexpress

1977/78

Irgendwann in den Jahren 1977 oder 1978 zieht die Diesellok 211 348 eine Reihe Ucs-Wagen vermutlich mit Aluminiumoxid beladen über Gleis 4 des Bahnhofes Töging zum VAW-Werk hinunter. Die Jahre lassen sich relativ gut eingrenzen, weil die Maschine erst ab 1977 in Mühldorf stationiert wurde und die abgebildeten Formsignale im Jahr 1978 durch Lichtsignale ersetzt wurden.
Mit dem Orientexpress hat das Auftauchen dieses Zuges zwar nichts zu tun, dennoch wird die Lokomotive einige Jahre später den gleichen Weg nehmen wie der legendäre Luxuszug, der von 1883 bis 1897 durch Töging rauschte. Die 211 348 wurde im Jahr 1985 an die türkische Staatsbahn TCDD verkauft und verrichtete in der Türkei als Baureihe DH 11509 ihre Dienste.

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Güter unter Dampf

vor 1968

Das im Jahr 1924 eröffnete Werk der Vereinigten Aluminium-Werke (VAW) in Töging wurde von Anfang an durch die Bahn erschlossen. Das Werk erhielt seine Rohstoffe auf der Schiene, wofür ein Damm vom Bahnhof Töging hinunter in das Inntal angelegt wurde.
Bis in das Jahr 1972 war es Aufgabe der schweren Dampfloks des BW Mühldorf, das VAW-Werk zu beliefern. Besonders bei der Bergfahrt zum Bahnhof mussten sich die Maschinen dabei oft kräftig ins Zeug legen.
Auf dem Bild hat die Lok der Baureihe 50 (vermutlich 50 2247) allerdings eher leichtes Spiel mit ihren acht Waggons. Der Zeitpunkt der Aufnahme ist unbekannt, muss allerdings vor 1968 datieren, weil die Lokomotive noch nicht auf das EDV-Nummernsystem umgestellt war. Erstaunlich ist auch der äußerst vegetationsfreie Zustand des Bahndammes zu dieser Zeit.

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Bahnhofsgebäude Töging verkauft?

14. August 2013

Der Alt-, Neuöttinger Anzeiger berichtet in seiner heutigen Ausgabe, dass das Bahnhofsgebäude in Töging möglicherweise verkauft wurde. Das Empfangsgebäude war bereits im Jahr 2005 durch die Deutsche Bahn veräußert worden. Nun tauchte es bis vor kurzem im Immobilien-Portal “ImmobilienScout24″ auf und wurde dort für 79.900 Euro angeboten. Beworben wurde das Gebäude unter anderem mit einer Wohnfläche von 430 Quadratmetern und 20 Zimmern. Unklar ist, ob das Gebäude tatsächlich weiterverkauft wurde und wer es erworben haben könnte. Bisheriger Eigentümer war laut Alt-, Neuöttinger Anzeiger die Firma Patron Capital, der etwa 1.000 Bahnhofsgebäude gehören sollen. Patron Capital wollte gegenüber der Presse keinerlei Angaben zu einem Verkauf machen.
Die Südostbayernbahn betreibt im Töginger Bahnhofsgebäude unter anderem die Fahrdienstleitung Töging und einen kleinen Warteraum. Sie dürfte dabei lediglich Mieter in diesem Gebäude sein.

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