Ein Bahnhof verfällt
Einst ein prachtvolles Bahnhofsgebäude – bereits in den 1990er Jahren dem Verfall preisgegeben: Der Bahnhof Neuötting.
Zu Beginn des Bahnzeitalters ab 1. Mai 1871 endete die Strecke von München nur einen Monat in Neuötting, bis schließlich am 1. Juni 1871 auch das letzte Teilstück bis Simbach eröffnet werden konnte. Später zweigte hier die Dampfstraßenbahn nach Altötting ab und Neuötting blieb über viele Jahre der wichtigste Zwischenhalt im Inntal.
Mit der Herabstufung des Bahnhofes zu einem unbesetzten Haltepunkt am 1. Februar 1980 begann der Niedergang, das nicht mehr benötigte staatliche Empfangsgebäude verfiel. Seitdem gab es immer wieder einmal Überlegungen, das im Winhöringer Ortsteil Eisenfelden gelegene Gebäude einer anderen Nutzung zuzuführen. Auch Investoren hatten große Pläne. Nichts davon wurde leider Realität.
Und so titelte der Alt-, Neuöttinger Anzeiger bereits im Jahr 1992: „Die Uhr zeigt Fünf vor Zwölf“.


